Johann Berger

Johann Berger – ein geborener Traumannsdorfer (NÖ) – begibt sich, wie damals üblich nach Abschluss seiner Sattlerlehre auf Walz, um Berufserfahrung zu sammeln und die Welt kennenzulernen. Die Tradition verlangt, dass er nur zu Fuß unterwegs sein darf und um seinen Heimatort einen großen Bogen machen muss. So führte ihn die Wanderschaft auch nach Vöcklabruck, damals eine Stadt mit 1500 Einwohnern.

WO DIE LIEBE HINFÄLLT Hier fand er seine Liebe und beschloss, sich als Sattler, Tapezierer und Lackierer sesshaft zu machen. Er reparierte das Rosszeug bei den Bauern und fertigte Taschen und Sättel an. Er erwarb das Haus Graben Nr. 1 im Jahr 1894 und errichtete in der ehemaligen Seifensiederei seine Werkstätte  und die Wohnung. Am  22. Januar 1910 kam es zu einem Brand, der das Haus am Graben vollständig zerstörte. Mühsam und mit viel Fleiß baute die Familie das Haus wieder auf.

Johann Berger mit den Kindern Hans, Rosa und Emilie vor seinem nach dem Brand 1910 zerstörten und wieder aufgebauten Haus am Graben 1

ERSTER WELTKRIEG Johann Berger musste einrücken. Seine Frau Anna, mit der Johann vier gemeinsame Kinder hatte, stirbt bei einem tragischen Unfall im Jahr 1917. Nach dem Einsatz im ersten Weltkrieg führte Johann Berger allein und mit viel Weitblick den Betrieb durch die schwierigen Nachkriegs- und Inflationsjahre.

ENGAGEMENT In dieser Zeit initiiert er auch eine Zweigstelle der Linzer Arbeiterkrankenkasse und zählte auch zu den Gründern einer Sattlergenossenschaft, der er auch vorstand. Der 1900 geborene Sohn Anton ist als Nachfolger des Vaters vorgesehen und auch er erlernt den Beruf des Sattlers. Mit Abschluss der Ausbildung beginnt  Anton neben der Sattlerei bereits mit der Herstellung von Matratzen mit Rosshaarfüllung und mit ersten Polsterungsarbeiten, wie aus der Rechnung von 1924 an die Herrschaft Wartenburg hervorgeht.

 

 

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